In Jung


 

Die Haut

 

Steinzeug, sand

ca.32x22x22cm ,2018

 

 

Die Haut

 

Steinzeug, sand

ca.53 x 31 x 31cm ,2018

 

 

 

Das Vorwärtsspiel

 

Bleistift auf papier

84.1 x 59.4 cm, 2017

 

 

 

Das Vorwärtsspiel

 

Bleistift auf papier

84.1 x 59.4 cm, 2017

 

 

Ein Ecke im Badezimmer mit Gummihandschuhe 

 

Steinzeug

ca.56 x 39.5  ,2018

 

 

Vor der Türklinke

 

Steinzeug

ca.46 x46  ,2017

 

 

Von hinten bei mir

 

Steinzeug

ca.57.5 x 41  ,2017

 

 

Löcher in der Wand

 

Steinzeug

ca.39.5 x56  ,2016

 

 

Eine Ecke in der küche

 

Steinzeug

ca.39.5 x 56  ,2016

 

 

Eine Ecke im Badezimmer

 

Steinzeug

ca.39.5 x 56  ,2016

 

Die Haut, keramik, Sand, 2018.

Die von der Bilderserie ,,roh” entwickelten plastischen Arbeiten zeigen, dass man immer wieder versucht, zu einer anderen Ebene zu gelangen. Durch die Drehbewegung hinterlässt der Körper der keramischen Form eine Kreiszeichnung auf dem Sand, die die immer wiederkehrenden Situationen und die wiederholenden Versuche andeutet. 

Die gekratzten roten Wunden werden zudem auf dem Sand gerieben, während man mit den Händen zu trösten versucht. 
Die kugelige Form des keramischen Körpers ist zugleich spitz, woraus eine gleichzeitige Gegensätzlichkeit resultiert. Dieser Prozess erscheint paradox. 

Durch die Reibung fallen die roten Pigmente hinunter. Die blutige rote Haut wird allmählich glatt und so geheilt.

 

Das Vorwärtsspiel, Bleistift auf Papier, 2017.

 

Es handelt sich dabei um eine Zeichnung auf Papier mit Bleistift und einem roten Punkt. Diese Zeichnung fängt mit dem kleinen roten Punkt an, danach gehe ich mit dem Bleistift den Pfeilen nach. Es geht vorwärts, bis ich die Pfeile an der dichten Stelle verliere und nicht wieder finden kann. Dann hat eine Zeichnung ihre Vollendung gefunden. 

Je ein Pfeil im Bild bedeutet einen Schritt vorwärts; so wie man lebt. Dadurch spürt man ohne zeitliche besondere Vorgänge eine zeitliche Ästhetik. Beim Prozess dieser Zeichnung beeinflussen vergangene Linien, die neuen Schritte, die auf ihnen gegangen werden. Während der neuen Schritte brauche ich schon irgendeinen neuen Plan für eine Richtung im Hinterkopf. Dieser Prozess entscheidet dann die Komposition der Zeichnung. 

Auch beim Zeichnen hatte ich einigen winzigen, aber erstaunlichen Eindruck, und zwar den, das wenn ich die Pfeile auf mich richte und zu mir heran zeichne, dass dann die Zeit und die Luft zu mir kommen. Wahrscheinlich könnte ich dieses Gefühl als eine innere Kohärenz beschreiben. Außerdem passiert es, dass ich, wenn ich die Pfeile aufwärts (in meiner Position beim Zeichnen) richte, dann irgendwie aufgeregt bin. Noch zu erwähnen ist, dass, wenn ein neuer Pfeil mit dem vergangenen Pfeile übereinander läuft, es dennoch keine Gleichzeitigkeit gibt, sondern einen Verlauf der Zeit. 

Sollte ich mit dem Pfeile ohne zufälliges Ende wegen der Ermüdung oder wegen der Hektik zwischen anderen Pfeilen weitergehen wollen, benötigt der Gang eine Pause in den Ruhegebieten. Diese spielerische Zeichnung wäre eine Metapher der Lebensgeschichte, die jeden Menschen betrifft und ich betrachte jede Pfeile als einen Versuch im Leben. Ein Pfeil, mit dem ich jetzt vorwärtsgehe, ist ein Symbol für eine Existenz im Hier und Jetzt. 

 

... Wenn ich mich wieder meiner Arbeit zuwende, sind die Kompositionen jeder Zeichnung daher eine Darstellung einer Lebenskunst, die durch das Versuchen, durch den Tod und durch die Gestaltung des Selbst analysiert werden kann. „Das Vorwärtsspiel“ widmet sich der Komposition für eine Formgebung, so wie die Lebenskunst dazu beiträgt, das Leben zu erfüllen. 

 (...aus meiner theoretischen Arbeit ,,Über dem Land”.)

 

Eine Serie der verschobenen Orte durch Drei-Farbe-Klänge, keramik, 2016.

 

Seit 2016 beschäftige ich mich mit dem Konzept der Farbeklänge, die für mein künstlerisches Hauptthema eine wichtige Rolle spielen. 
In der Farbenlehre meiner Professorin spielten wir mit vielen bunten Farbenkarten, um einen bestimmten Farbeklang herauszufinden. 

Durch diese Übung erkannte ich meine Bedürfnisse zum Erlangen einer anderen Ebene. 
Diese Bedürfnisse werden in meinen Arbeiten meist als ein Suchen aufgegriffen. In dieser keramischen Serienarbeit versuche ich das als irrelevant Gesehene im Alltag zu ändern. Durch die Farbklänge wirken die Orte fremdartig, denen man kaum Aufmerksamkeit schenkt. 

In meiner Arbeitsweise fotografiere ich die mir auffallende Orte und trage mithilfe des Rechners die erforschten Farbklänge ein. Die Verhältnisse der Farbenmengen für die Klänge bestimme ich nach mehrfacher Änderung. 

Unter den Glasurfarben markiere ich auf die Tonplatte die Außenlinie der Darstellung der Orte, dadurch werden meine Versuche sichtbar und es entsteht eine zwei Ebene.